| Bernd S. Meyers Stadtgänge in Berlin |
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Hier finden Sie Informationen zu den Berliner Stadtgängen und Führungen von Bernd S. Meyer.
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Berliner Zeitung vom 25. April 2008 :
Der Mittelpunkt Berlins (download als pdf)
Inforadio Berlin, live am 10.12.2008 ,10.50 Uhr:
Endlich ein Spezialangebot für die Schweizerischen Berlin-Besucher
Mit Meyers Stadtgängen - knapp unter dem Gipfel des Prenzlauer Berges!
(download als mp3)
Mitten in Kreuzberg liegt der Oranienplatz, Zentrum der historischen Luisenstadt. Einen Zusammenklang von Grün und Wasser wollte FW IV. Im Jahre 1840 von Lenné, als der nach Königs Ideen hier die Stadt-Erweiterung plante.

Anwohner wie Ämter haben zuletzt manches getan, damit die Gegend auch
wieder von Lennes Plan bestimmt wird. Das Grün von Polizeihundertschaften
samt Wasserwerfer-Naß zum berüchtigten jährlichen Straßenschlachtmai
soll Historie sein. Zu Planwagen- und Postkutschenzeiten führte hier
auf der alten Dresdner Straße der Weg von Berlin über Mittenwalde
nach Sachsen, kreuzte die Oranien- vorher Orangestraße. Mit ihren
hugenottischen Gärtnern war sie damals südöstlicher Rand
der Stadt. Nach der 1848er Revo- lution baute man mit ABM zwischen Spree
und Landwehr- kanal den Luisenstädtischen Kanal. Achtzig Jahre später
füllte man das streng riechende stehende Gewässer mit U-Bahn-Aushub.
Zwischen Ufermauern entstand der Kanal-park. Damals verschwand auch die
Oranienbrücke, eine von neun Kanalquerungen. DieStraße galt bald
als Kudamm des Ostens. Das noble Bekleidungshaus C&A Brenninkmeyer am
Platz wurde Stammhaus der Billigkette. Inzwischen residiert hier u.a. ein
türkischer Hochzeitspalast. Schräg rüber errichtete Anfang
der dreißiger Jahre die Konsumge-nossenschaft ihr erstes Warenhaus,
einen sieben- bis neun-geschossigen Glaspalast. Architekt Max Taut baute
ein Monument der Neuen Sachlichkeit, Vorbild für spätere Kon sumwarenhäuser.
1933 wurde die florierende Arbeiterhan- delsgenossenschaft zerschlagen,
das Haus besetzte die nazi-stische Arbeitsfront. Nach dem Krieg ist es als
Bürohaus neu gebaut. Drei Meter über dem alten Kanalpark gibt's
seit den achtziger Jahren auf Trümmerschutt den ebenerdigen Grünzug
samt steinernem Drachenbrunnen. Hier, an Kreuzbergs trockenen Gestaden,
läßt es sich zu allen Jahreszeiten trefflich über das Engelbecken
bis zur Spree oder zum Landwehrkanal entlangwandeln.